Wege entstehen dadurch, dass man sie geht(Franz Kafka)

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Kündigung

Kündigung - Ende des gemeinsamen Weges

Die häufigste Beendigungsart vom Arbeitsverhältnis ist immer noch die Kündigung des Arbeitsvertrages. Kaum zu glauben, aber immerhin etwa 1/3 der Kündigungen von Arbeitsverhältnissen werden von Seiten der Arbeitnehmer ausgesprochen. In der gerichtlichen Praxis spielen die durch Arbeitnehmer beendeten Arbeitsverhältnisse aber praktisch kaum eine Rolle. Zwar kann es auch bei arbeitnehmerseitiger Kündigung zu Streitigkeiten kommen, aber das ist eher die Ausnahme. Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber dagegen kommt es häufiger darüber zum Streit, ob das Arbeitsverhältnis damit wirksam beendet worden ist.

Bei der Kündigung werden zwei Arten unterschieden. Die ordentliche Kündigung ist die häufiger genutzte Variante. Hier wird der Arbeitsvertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendet. Die außerordentliche Kündigung ist die Ausnahme. Voraussetzung ist hier, dass besondere Umstände vorliegen, die es dem Kündigenden unzumutbar machen, das Arbeitsverhältnis für die Dauer der Kündigungsfrist fortzusetzen.

Es gibt einige Vorschriften die auf alle Kündigungen, unabhängig von deren Art, Anwendung finden.

So bedarf jede Kündigung zu ihrer Wirksamkeit nach § 623 BGB der Schriftform.

Es ist daher notwendig, dass der Kündigende der anderen Vertragspartei ein unterschriebenes Kündigungsschreiben zukommen lässt.  Eine nur mündlich erklärte Kündigung ist unwirksam. Dieser Fall ist zu unterscheiden von solchen Situationen, in denen der „Falsche“ unterschreibt. Ist man der Auffassung, dass eine nicht zur Vertretung berechtigte Person die Kündigung unterschrieben hat, muss schnell gehandelt werden. Es empfiehlt sich unter Hinweis auf die „falsche“ Unterschrift schnellstmöglich zum Rechtsanwalt zu gehen, denn eine Zurückweisung einer Erklärung wegen fehlendem Nachweis der Bevollmächtigung muss unverzüglich, dass heißt „ohne schuldhaftes Zögern“, erfolgen.

Die Kündigung kann auch schon vor Arbeitsantritt erklärt werden, sofern zwischen den Parteien keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Eine solche Vereinbarung kann auch stillschweigend geschlossen sein - zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer vor Abschluss des Arbeitsvertrages herangetreten ist und ihn zur Aufgabe seines bisherigen Arbeitsverhältnisses veranlasste.

Ob die Kündigungsfrist bei befristeten Arbeitsverhältnissen bereits mit Erklärung der Kündigung oder erst zum Zeitpunkt des vereinbarten Arbeitsantritts zu laufen beginnt, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu entscheiden.

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